Monday, October 31, 2005

Auswirkung des Boykotts: Strom wird billiger!

Es hat sich also wieder einmal gelohnt zu Kämpfen!!

Der größte deutsche Energiekonzern E.on wird laut Welt Kompakt seine Netznutzungs-Entgelte senken! Dies bedeute Entlastung für neun Millionen Kunden, wobei der Mittelstand wohl am meisten profitiere.
Die Senkung der Nutzungs-Entgelte ist dabei wohl darauf zurück zu führen, dass die Durchleitungsgebühren gesenkt werden müssen: "Verbraucherschützer hatten die Durchleitungsgebühren bislang als zu hoch kritisiert. Wettbewerber hätten so keine Chance, ihren Strom zu akzeptablen Kosten durch das Netz der Energiemarktführer zum Kunden zu leiten."
Des weiteren kündigte E.on Hanse an, ihre Preiskalkulation offenzulegen, was laut des Direktors des deutschen Mieterbundes auf den Protest von mehreren hunderttausend Mietern und Verbrauchern zurück zu führen sei.
Dabei bleibe es aber abzuwarten, "wie weit der Konzern bei der Offenlegung wirklich gehen wolle" so der Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Hamburg.
Daher wollen die Verbraucherschützer den Druck auf die Versorger aufrechterhalten: "Den bisheringen Sammelklagen in Hamburg und Bremen sollen vier weitere gegen verschiedene Unternehmen folgen."

Der Kampf hat sich bereits gelohnt, doch statt sich auf diesem Erfolg auszuruhen, wird hier strikt weiter gekämpft! Ich sehe es mit freudigem Auge, dass sich die Verbraucher hier aufgemacht haben um für ihre Rechte zu kämpfen und sich aber nun mit dem Erreichten noch nicht zu Frieden geben, sondern den Kampf noch weiter führen!!
Das ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie es in Deutschland auch laufen kann... nämlich so, dass die Verbraucher eben nicht alles mit sich machen lassen, sondern sich zur Wehr setzen! Ich hoffe, diesem Kampf werden in Zukunft noch weitere Kämpfe (auch in anderen Gebieten zum Nutzen der Verbaucher und Konsumenten) folgen!

(Quelle: Welt Kompakt)

Friday, October 28, 2005

Pressefreiheit weltweit und der Glaube an Visionen

Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" beklagt die Beschneidung der Pressefreiheit in westlichen Demokratien!
Vor allem sieht die Organisation dabei den Quellenschutz in Gefahr.
Die USA ist bereits aufgrund von Gefährdung des Quellenschutzes um 20 Ränge auf Platz 44 zurück gefallen.
Im Vergleich weltweit liegen laut der Organisation die Länder Nordkorea, Eritrea und Turkmenistan auf den letzten Plätzen. Dort würde die Arbeit von Journalisten am schlimmsten unterdrückt.
Die besten Noten erhielten hingegen nordeuropäische Länder.
Deutschland rangiert derweil auf Platz 18.

Da sehen wir es wieder. Die "Demorkatie" in Amerika ist ein Witz! Platz 44, das ist keine sehr gute Bilanz für das ach so demokratische Amerika!
Freuen können wir uns, dass die besten Noten in Europa vergeben wurden!! Doch Platz 18 für Deutschland ist ganz schön ernüchternd! Da sollte sich Deutschland wohl mal von den Ländern in Nordeuropa eine Scheibe abschneiden!
Die skandinavischen Länder sind ja sowieso in vielem beispielhaft! Dort gibt es weniger Arbeitslosigkeit, die Armut ist allgemein geringer, die Rente viel besser geregelt...
Die Regierung von Deutschland sollte ruhig mal in den Norden gucken und dort auch mal etwas ab-gucken!

Nun ja, man soll ja immer das Positive sehen. Also freuen wir uns darüber, dass es überhaupt so etwas wie Pressefreiheit gibt! Und dann im zweiten Schritt, lasst uns darum kämpfen, dass sie erhalten bleibt! Und im dritten Schritt, lasst uns die bestehende Pressefreiheit weltweit ausweiten und verbessern!

Jetzt kommt sicherlich bei den meisten wieder die Frage auf, "ja wie sollen wir das denn machen?" und der Kommentar "Das bringt doch alles nichts. Wir können es gleich lassen."
Aber hat nicht jede Vision einmal so angefangen, dass jemand eine gute Idee hatte? Und wurden nicht alle Visionen ausschließlich davon getragen, dass man einfach an die Idee glaubte und sich mit der Zeit die Umsetzung automatisch ergab?
Ich denke, die Menschen in der Welt sollten anfangen wieder an Visionen zu glauben.

Thursday, October 20, 2005

Armut in Amerika und Deutschland

Hier sehen wir es mal wieder! Was in Amerika abgeht ist einfach unglaublich!! Das kann einfach nicht als ein erstrebenswertes Ziel angesehen werden!!

Nach den Berechnungen des US Census Bureau stieg 2004 die Zahl derer, die in den USA unterhalb der Armutsgrenze leben, um 1,1 Millionen auf 37 Millionen (!), was einen Bevölkerungsanteil von 12,7 % ausmacht.
Quelle: http://www.census.gov/hhes/www/income/income04/prs05asc.html


Doch leider sieht es bereits bei uns in Deutschland nicht wirklich viel besser aus!!
Die Zahl derer, die in der Bundesrepublik Deutschland unterhalb der Armutsgrenze leben, lag 2001 bei 11 %. Der EU-Durchschnitt liegt sogar leider bei 15%. Doch das zeigt wiederum, dass Deutschland im EU-Vergleich gar nicht so schlecht abschneidet, wie oftmals angenommen.
Doch positiv: Die Zahl der Obdachlosen in Deutschland ist von 1998 bis 2003 von 530.000 auf 310.000 gesunken, von wegen Rot-Grün hätte nicht auch Gutes erreicht.
Quelle: 2. Armut- und Reichtumsbericht der Bundesregierung 2005

Allerdings muss man hinzufügen, es handelt sich um offizielle Statistiken, man weiß nie, wo die Regierungen beschönigt haben (wo wir wieder beim Thema sind, nicht nur Informationen aufnehmen, sondern auch kritisch hinterfragen!!).

Joseph Weizenbaum in Darmstadt

Zufällig hat mir mein Bruder einen Link zukommen lassen, den ich sehr interessant finde.
Joseph Weizenbaum spricht mir nämlich genau aus der Seele. Er bringt auf den Punkt, was ich hier in meinem Blog auch schon die ganze Zeit schreibe.
Joseph Weizenbaum sagte bei einem Vortrag an der TU Darmstadt laut heise.de:

"Mehrmals bezog sich Weizenbaum auf seinen 1972 in Science erschienenen Artikel On
the Impact of the Computer on Society. Man habe damals befürchtet, dass Roboter in
die Fabriken einziehen und die Menschen arbeitslos machen. Auf die heutige Zeit
übertragen beklagte Weizenbaum, dass immer mehr Menschen durch Automaten ersetzt
würden -- sei es beim Fahrkartenverkauf oder in der Bankfiliale. Für die Aktionäre
sei dies gut, nicht aber für die Menschen, denen nun diese Arbeit fehle, und für den
Staat, dem ein Steuerzahler ausfalle. Im Rückblick auf 1972 beklagte Weizenbaum, dass
man damals nicht daran gedacht hätte, auf Automaten Steuern zu erheben.

Der Einsatz von Computern habe Konsequenzen, die oft nicht durchdacht würden. Dabei
geschehen Dinge, die niemand geplant oder gewollte habe. Als Beispiel nannte er die
Zusammenschaltung der Börsenplätze, die seiner Ansicht nach dazu geführt habe, dass die
Börse zum Kasino verkommen sei. Niemand habe geplant, die Anzahl der Börsenplätze zu
vermindern. Dies sei einfach als Konsequenz des Computereinsatzes geschehen. Er
argumentiere auch nicht damit, dass jemand Schuld daran sei. Der Mensch könne eben
vielem widerstehen, nicht jedoch der Versuchung.

Im übrigen beklagte Weizenbaum die Dummheit der Menschen. Alles, was sie wüssten,
wüssten sie aus dem Fernsehen. Da sei es kein Wunder, dass sie sich belügen ließen,
ohne die Aussagen ihrer Regierung zu hinterfragen. Das träfe sowohl auf die Amerikaner
zu, die man bei der Begründung des Irak-Krieges belogen habe, wie auch auf die Deutschen,
die sich hätten erzählen lassen, die Wiedervereinigung wäre kostenlos. Allein der Zugang
zu Informationen sei eben nicht ausreichend. Es käme auch darauf an, sie zu hinterfragen.

Auf die Frage, was denn zu tun sei, hob er auf die Bildung der Menschen ab. Es sei wichtig, die eigene Sprache möglichst gut zu lernen und zu benutzen. Das beginne in der Familie, in der man möglichst viel und intensiv miteinander sprechen müsse. Nicht ohne Stolz erzählte er, dass eine Tochter einst vorgeschlagen habe, den Geschirrspüler nicht mehr zu nutzen und statt dessen
gemeinsam abzuspülen. Die Gesellschaft entwickle eine radikale Einsamkeit: "Man spricht
nicht mehr miteinander." Die unmittelbare Kommunikation zwischen Menschen sei notwendig
und durch nichts zu ersetzen. Und dazu gehöre eine möglichst gute Beherrschung der Sprache.
Sie müsse oberstes Ziel der Ausbildung von Kindern sein."

Ich finde dieser Mann sagt genau das was gesagt werden muss!!
Wer dies nochmal genauer nachlesen möchte, kann dies hier tun:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/65076

Tuesday, October 11, 2005

Boykott gegen Stromkonzerne?!

Endlich regt sich auch was in Deutschland!! Die Verbraucher gehen auch hier endlich auf die Barrikaden und lassen sich nicht mehr alles gefallen!!!!
Angesichts der angekündigten Strompreiserhöhung "fordert der Bund der Energieverbraucher von den Energiekonzernen E.on und RWE eine nachvollziehbare Begründung für die angekündigte Strompreiserhöhung." (Quelle: Welt Kompakt) Des weiteren raten sie den Stromkunden, die erhöhten Forderungen zu verweigern!
"Gemeinsam mit mehreren Verbraucherzentralen hat der Bund der Energieverbraucher bereits einen Zahlungsboykott gegen Gaskonzerne organisiert, dem mehrere zehntausend Kunden folgten und der inzwischen die Gerichte beschäftigt!" (Quelle: Welt Kompakt)

Ich finde das ist schon mal ein sehr guter Anfang und wir sollten uns dem alle anschließen!
Besonders wenn man beachtet, dass RWE bereits in zurückliegenden Jahren die Preise erhöht hat und die jeweiligen Jahresergebnisse gezeigt haben, dass die Gewinne gestiegen sind!

Und auch der Vorwurf, die Ökostrom-Einspeisung sei für die Preiserhöhungen verantwortlich, wurde vom Bundesverband Erneuerabere Energien (BEE) zurück gewiesen.

Dennoch beantragen "nahezu alle regionalen Versorgungstöchter von E.on und RWE zur Zeit Genehmigungen für Preisanhebungen bei den Wirtschaftsministerien der Länder." (Quelle: Welt Kompakt)

Ich hoffe jedenfalls es werden sich noch weitere Stromkunden dazu entschließen dem Einhalt zu gebieten. Warum sollen wir drauf zahlen, wenn es in der Bilanz der Stromanbieter an sich nicht nötig ist dem Kunden noch mehr Geld abzunehmen? Ich gebe nicht mehr Geld für Strom aus und vor allem dann nicht, wenn sich am Ende eh nur ein paar Bosse der Stromkonzerne daran berreichern wollen!!

Merkel ist die erste Bundeskanzlerin Deutschlands

Endlich ist es so weit, Deutschland hat seine erste Bundeskanzlerin!! Jede normale Frau wird sich darüber freuen, im mächtigsten Amt Deutschlands endlich eine Frau zu sehen!!

Doch leider können wir uns nicht endlos freuen, denn ist Merkel überhaupt eine Frau die sich auch verstärkt für uns Frauen einsetzen wird? Leider sieht es da nämlich nicht so gut aus. Klar hat es eine Art Signalwirkung und natürlich kann sie auch als Vorbild für andere Frauen dienen, aber leider hat ihre bisherige Politik gezeigt, dass sie sich eben nicht besonders stark für die Belange der Frauen einsätzt und nicht zuletzt zählt die CDU zu den konservativen Parteien und hat in ihrem Wahlprogramm das Thema Frau völlig vergessen. (Anders übrigens bei SPD und den Grünen, wo das Thema Frau eine eigene Rubrik im Wahlprogramm bildet!)

Oder können wir doch noch die Hoffnung haben, dass Frau Merkel ihre feministische Seite zunächst beiseite gelassen hat und sich in dieser Männerwelt eben wie ein Mann verhalten hat um erst mal so weit zu kommen wie sie nun gekommen ist, aber dass sie nun, wo sie das Amt inne hat ihre feministische Seite zuläßt?

Doch leider ist das einzig positive was Frau Merkel zum Thema Frau in einem Interview mit EMMA sagte, dass sie nicht später zurück blicken und dann lesen möchte, dass sie selbst Karriere gemacht hat, aber dabei nichts für andere Frauen getan habe.

Nun, uns bleibt nur, uns darüber zu freuen, dass nun eine Frau die Bundeskanzlerin ist und weiter zu hoffen, dass sich die Politik dann doch verstärkt zu Gunsten der Frauen entwickelt...

Saturday, October 08, 2005

Umdenken in Amerika?!

Wie wir alle wissen ist Amerika seit jeher das Land deren Bevölkerung am verschwenderischsten mit den Ressourcen und am rücksichtslosesten mit der Natur umgeht. Es mag makaber klingen, aber die Natur schlägt eben doch zurück und wie wir alle wissen, das derzeit in Form von zerstörerischen Hurrikans.
Doch es zeigt sich nun, dass dieser Weg wohl quasi "der Richtige" war. Jedenfalls scheint derzeit in amerikas Bevölkerung ein Umdenken stattzufinden, nachdem nun durch die Hurrikans und die Ölknappheit die Benzinpreise auch in Amerika in die Höhe schnellen!
Statt für jeden kleinen Weg das Auto zu benutzen (wir wissen die Amerikaner waren bisher auch immer sehr fussfaul), versuchen nun die Amerikaner möglichst wenig mit dem Auto zu fahren und stattdessen auf Motorrad (verbraucht halb so viel wie ein Auto), Fahrrad oder sogar Pferd umzusteigen! Und auch die bisher so beliebten Geländefahrzeuge (bei denen ja gald um so größer um so besser) scheinen wegen des hohen Spritverbrauchs nun immer mehr out zu sein. Der Trend geht nun in die andere Richtung, möglichst leichte Autos die möglichst wenig Sprit verbrauchen! Wobei die Amerikaner jetzt sogar gerne auch ganz auf ein eigenes Auto verzichten und stattdessen lieber nur wenn gerade nötig, ein Auto mieten! Und auch die Park-and-Ride-Plätze in Großstädten wie New York oder Los Angeles scheinen immer stärker genutzt zu werden!
Und sogar der Mineralölkonzern Chevron gibt bereits in Zeitungsanzeigen Tipps wie man Benzin spahren kann! Und selbst die Regierung gibt auf einer Internetseite den Autofahrern nun Ratschläge zum Benzinspahren!
(Quelle: Welt Kompakt, Mittwoch 5. Oktober 2005)

Ich muss sagen, die Hurrikane in Amerika sind wirklich eine Katastrophe für die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten und es ist wirklich schrecklich was für Szenen sich dort abgespielt haben. Aber ich freue mich doch irgendwo, dass diese Katastrophe scheinbar doch auch etwas Positives in sich trägt, denn ich sehe es als einen riesigen Erfolg an, dass in Amerika nun so ein Umdenken stattfindet, oder es wenigstens so langsam begonnen hat! Es wäre wirklich ein großer Erfolg für die Umwelt, wenn die Amerikaner ihren Umgang mit den Ressourcen dieser Welt und mit der Natur im allgemeinen ändern würden!!

Thursday, October 06, 2005

Proteste in Frankreich

Also eigentlich wollte ich ja keinen rein politischen Blog hier machen. Aber was gesagt werden muss, muss eben gesagt werden! Und gerade die Politik ist ein wichtiger Teil im Leben von uns allen, denn gerade die Politik kann eben doch so viel Einfluss auf unser Leben haben. Der Staat mischt sich eben immer mehr in die Angelegenheiten der Bevölkerung auch ein. Man kann seine Augen davor einfach nicht verschließen, sondern muss einfach hingucken und bei dem Ganzen muss man dann eben seine Stimme erheben und etwas dazu sagen.

Ich bin nur froh, dass es auch Länder wie Frankreich gibt....Menschen wie die Franzosen... die gehen ständig auf die Straße und protestieren für ihre Rechte!!! Ich kann das wirklich nur unterstützen!
Sie protestierten vorgestern am 4. Oktober gegen die niedrigen Löhne, die zu hohen Preise und Energiekosten und Arbeitslosigkeit.
Eigentlich sollten wir das in Deutschland auch tun!! Wir haben doch genau die selben Probleme wie die Franzosen!!!!