Sunday, September 25, 2005

Amerika: bestes Beispiel für den Untergang der Demokratie

Verrückt, dass man gerade das Land benennen muss, welches sich als das Demokratischste in der Welt darzustellen versucht : )
Amerika, das seit jeher "die Demokratie in die Welt bringen" wollte und uns gerade zu letzt im Irak bewiesen hat, dass sie nicht den richtigen Weg gehen.

Ich weiß, es liegt nun alles schon länger zurück, aber nun habe ich diesen Blog erst jetzt und kann daher erst jetzt darüber schreiben.
Nehmen wir die Wahl von Georg Bush zum Präsidenten. Normalerweise wählt das Volk seinen Vertreter, jedenfalls besagen das die Grundsätze der Demokratie...es ist quasi das Herzstück der Demokratie. Aber selbst das bekommen die Amerikaner nicht mal mehr hin!!
Bush hat sich damals selbst an die Macht befördert und zwar in dem er manipuliert hat. Viele Stimmen die an die Demokraten gingen wurden damals bei der Stimmauszählung (welche teilweise natürlich durch Republikaner durchgeführt wurden)einfach nicht mitgezählt oder einfach ein Grund erfunden, sodass die Wahlscheine als ungültig gewertet werden konnten.
Außerdem wurden besonders auch Farbige häufig einfach nicht zur Wahl zugelassen, weil sie z.B. irgendwann in ihrem Leben mal etwas geklaut hatten. In einer Demokratie dürfen auch solche Menschen eigentlich wählen, die irgendwann einmal geklaut haben!
Hinzu kam, dass Bush dafür sorgte, dass selbst Tote für ihn wählten!!
Und in der Wahlnacht hat niemand anderes als sein eigener Cousien, dem ein Fernsehsender in den USA gehört, verkündet, dass Bush der neue Präsident sei. Dies löste leider im Wettbewerbstrubel der Sender aus, dass andere Sender dies plötzlich auch so verkündeten, bis schließlich in ganz Amerika diese Nachricht verbreitet wurde.

Die Amerikaner (jedenfalls die Demokraten) liesen sich das natürlich alles nicht gefallen und gingen auf die Straßen!! Es wurde demonstriert gegen Bush!!!
Aber schon wieder waren die Medien quasi auf Bushs' Seite, denn statt im ganzen Land zu verkünden, dass tausende auf den Straßen demonstrieren, wurde diese Tatsache kleingeredet und es war die Rede von wenigen Leuten.

Und wenn wir uns nun Deutschland dazu angucken. Wir müssen aufpassen, dass Deutschland sich nicht die falschen Vorbilder sucht!! Amerika ist eindeutig das falsche Vorbild und ich spreche wohl für alle, dass die Aktion von Frau Merkel, damals als Amerika in den Krieg mit dem Irak zog und unser Kanzler, Herr Schröder, sich gegen die Krieg aussprach, als da Frau Merkel zu Bush gegangen ist um sich zu "entschuldigen", dass es schlimmer ja wohl nicht geht!! Das war ein absoluter Fehler und die komplett falsche Richtung!! Deutschland ist nicht so pro Amerikanisch wie die CDU, Deutschland ist selbstbewußt und sagt NEIN zum Krieg!!
Ich hoffe, dass auch weiterhin die Kräfte in Deutschland stark genug sind, die Verhindern, dass wir den Amerikanern "in den Arsch kriechen". Wir ziehen unser eigenes Ding durch und wollen eine anständige Demokratie bleiben!!
Wir sollten uns dann schon eher an Frankreich orientieren, die gehen wegen jeder Sache auf die Straße und kämpfen um ihre Bürgerrechte.

3 Comments:

At 3:06 AM, Blogger TS said...

This comment has been removed by a blog administrator.

 
At 3:01 AM, Anonymous Mario said...

USA und die Demokratie

Spätestens seit der Unabhängigkeitserklärung 1746 werden die USA als Inbegriff der Demokratie schlechthin bezeichnet. Das ist zunächst darauf zurückzuführen, dass die USA im Vergleich zum damaligen Europa dem einzelnen Bürger ein großes Maß an individueller Freiheit garantierten und man dies mit Demokratie verwechselte. Diese Verwechslung hat bis heute Bestand und der Begriff Demokratie als Bezeichnung für unsere westlichen Staaten wird selten hinterfragt.
Aber wir müssen vorsichtig sein im Sprachgebrauch. Es kursieren mehrere Begriffe, die wir auseinander halten müssen: Demokratie, Freiheit und Rechtsstaat.
Individuelle Freiheit ist das eine, Demokratie ist das andere. Demokratie heißt „Herrschaft des Volkes“, d.h. das Volk bestimmt die politischen Prozesse. Individuelle Freiheit jedoch und Demokratie müssen nicht unbedingt Hand in Hand gehen. So ist auch eine Diktatur vorstellbar, in der es ein großes Maß an individueller Freiheit für den einzelnen gibt, in etwa so, dass der einzelne Bürger alle zivilen Freiheiten besitzt, nur die eine nicht: Mitspracherecht in politischen Entscheidungsprozessen. Andersherum ist eine Demokratie denkbar, in der sich das Volk darauf einigt, dem einzelnen Bürger wenig Freiheiten zu gewähren.
Betrachten wir unsere Systeme, die gemeinhin als „westliche Demokratien“ bezeichnet werden, etwas genauer, stellen wir fest, dass der einzelne Bürger sehr viel individuelle Freiheit genießt, dass aber das Volk kaum an politischen Entscheidungsprozessen beteiligt wird. Vor diesem Hintergrund ist zunächst der Begriff „Demokratie“ nicht angemessen. Weder im Fall der USA noch im Fall irgendeiner anderen der so genannten „westlichen Demokratien“ kann man von einer echten Herrschaft des Volkes sprechen. Es handelt sich dabei um Rechtsstaaten, die die individuelle Freiheit des Bürgers garantieren.
Die Feststellung, dass wir nicht in einer Demokratie leben, ist zunächst völlig wertfrei. Man kann keine Aussage darüber treffen, inwieweit die individuelle Freiheit, die wir in einem westlichen Rechtsstaat genießen, in einer echten Demokratie gewährleistet wäre. So bleibt es jedem selbst überlassen, ob er eine Demokratie als erstrebenswert ansieht, oder ob er doch den Rechtsstaat bevorzugt. Allerdings sollte man so ehrlich sein und den Begriff „Demokratie“ für unsere westlichen Rechtsstaaten nicht verwenden, weil er irreführend ist. Und wer den Rechtsstaat bevorzugt, sollte so ehrlich sein, und sich selbst nicht als Demokrat bezeichnen. Die Politiker etablierter Parteien verwenden den Begriff Demokratie um den Anschein zu wahren, dass die Bevölkerung mitentscheiden darf, die Medien verwenden ihn teils um die Politiker zu unterstützen und die Stabilität unseres Systems zu wahren, größtenteils jedoch aufgrund einer himmelschreienden Unwissenheit der meisten Journalisten, die in vielen Fällen einen äußerst schlampigen Umgang mit Begriffen, Begriffsdefinitionen und Abgrenzungen pflegen. Angesichts der Macht, die die Medien haben, ist es bedauerlich, dass die Dummheit dort so gangbare Münze ist.

 
At 2:25 PM, Anonymous Mario said...

Nachtrag: Korrektur:

Im ersten Satz muss es natürlich heißen "...seit der Unabhängigkeitserklärung 1776..." und nicht "1746", leider habe ich den Tippfehler erst zu spät bemerkt und konnte ihn nicht rechtzeitig korrigieren.

 

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