Sunday, December 17, 2006

Da läuft was schief im kapitalistischen System

Oder wie kommt's, dass die einen die einen Job haben kaum noch Freizeit haben und ständig Überstunden aufgebrummt bekommen, wärend der große andere Teil der Bevölkerung ganz leer aus geht und keinen Job hat?

Klar spielen auf dem Arbeitsmarkt auch noch andere Faktoren eine Rolle, wie etwa die sektorale Verschiebung. Der erste (Landwirtschaft) und zweite (industrielle Produktion) Sektor werden kleiner und der dritte (Dienstleistungen) Sektor wird größer, wodurch gering qualifizierte immer weniger Chancen auf einen Arbeitsplatz haben.

Aber dennoch bleibt es ein Fakt, dass die Arbeitgeber vermehrt von ihren Angestellten verlangen, dass diese mehr Stunden in der Woche arbeiten. Ich finde die Arbeitnehmerrechte sollte dahingehend geändert werden, dass man leichter selbst beeinflussen kann wieviele Stunden man in der Arbeit und wieviele Stunden man mit Freizeit verbringt.

Aber dann hauen die Firmen ab und gehen dorthin wo die Leute bereit sind so viele Stunden zu arbeiten, werden sie jetzt vielleicht einwenden.
Ja, aber das Problem der Globalisierung, das haben wir ja so oder so schon. Und dieses sollte mit Hilfe von globalen Institutionen wie zum Beispiel der EU gelöst werden. Wenn es global einheitliche Rechte gibt, die vorschreiben wieviel die Menschen verdienen und wieviel sie Arbeiten müssen pro Woche, dann wäre das Abwandern von Firmen gebannt.

Haben wir "nur noch" das Problem des Lobbyismus, welcher die EU auch immer weiter zerlöchert.

Aber vielleicht liegt es im Endeffekt eben doch alles an dem bösen Moment in uns allen?!
Wer erschuf diese Gesellschaft? Doch der Mensch selbst!
Wir haben uns unser eigenes Grab geschaufelt.

Tuesday, December 06, 2005

Warum betreibt die Regierung Schuldenabbau?

Es ist in aller Munde und geht die Presse rauf und runter: Der Staat müsse seine Schulden abbauen, denn sonst drohe unserem Land die Katastrophe!

Klar, was die Vereinbarungen mit der EU angehen, sollen wir die Schulden vermindern. Eine Vereinbarung die damals unbedingt die deutsche Regierung wollte, aus Angst der Euro könnte schwächeln.

Aber abgesehen davon ist ein Schuldenabbau zum einen eigentlich nicht zwingend notwendig und zum anderen derzeitig zum völlig falschen Zeitpunkt angedacht.

Wie ich darauf komme?
Nun, vergleichen wir zunächst einmal das Verhalten des Normalbürgers zu seinem Geld und das Verhalten des Staates zu seinem Geld:
Der Bürger guckt normalerweise auf sein Konto und schaut wie viel Geld er hat und dementsprechend gibt er soviel Geld aus wie es sein Budget zulässt. Der Bürger orientiert also seine Ausgaben an seinen Einnahmen.
Im Gegensatz dazu, ist der Staat so aufgebaut, dass er guckt wo Geld gebraucht wird: z.B. Investitionen um Arbeitsplätze zu schaffen, oder er braucht Geld um Kindertagesstätten zu bauen oder, wie es am häufigsten in der Geschichte der Fall war, er braucht Geld um Krieg zu führen. Wenn er dann weiß, was er tun möchte und wie viel Geld er braucht dann überlegt der Staat, wo er das Geld dazu hernimmt, zum Beispiel ob er es durch Steuern finanzieren kann (was in den seltensten Fällen wirklich möglich ist), oder ob er es durch Schulden finanziert (was in der Regel der Fall ist). Der Staat orientiert sich also, genau im Gegenteil zum Bürger, an seinen Ausgaben und holt dann entsprechend seiner Ausgaben, seine Einnahmen durch Steuern oder Verschuldung wieder rein.

Des Weiteren zeigt sich in der Geschichte, dass Staaten immer verschuldet waren und das nicht ein neues Phänomen der heutigen Zeit ist, so wie es uns doch teilweise in der Presse suggeriert wird. Den Staat ohne Schulden gibt es nicht. Und es geht sogar so weit, dass viele Staaten früher sogar viel stärker verschuldet waren als sie es heute sind. Das beste Beispiel hierfür bietet Großbritannien: Großbritannien war im 18. und 20. Jahrhundert fähig wirtschaftlich und demographisch überlegen Gegner zu besiegen. Außerdem gelang es dem Inselreich, die innenpolitischen Krisen zu vermeiden, die in Frankreich und Deutschland im Zusammenhang mit hohen Schuldenlasten auftraten. Und Großbritannien wurde zur „ersten Industrienation“, obwohl es eine Staatsverschuldung mit sich schleppte, deren Höhe und Dauer ohnegleichen war. (siehe dazu Niall Ferguson, „Politik ohne Macht. Das fatale Vertrauen in die Wirtschaft“)
Wir sehen also am Beispiel von Großbritannien, dass eine hohe Verschuldung keinesfalls negativ ist oder gar zum Untergang eines Staates führt.
Mittlerweile weißt Großbritannien eine der niedrigsten Verschuldungen auf. Dies zeigt, dass sie ihre ehemals hohen Schulden ohne weiteres wieder abbauen konnten und das alles ohne großen Schaden zu nehmen.
Warum also sollte Deutschland jetzt in Angst und Schrecken versetzt werden, nur weil die Schulden ansteigen?

Aber kommen wir nun zum Thema Schuldenabbau. Niall Ferguson spricht von „fünf Methoden, nicht zu zahlen“, denn der Hauptweg den Regierungen gehen um ihre Schulden abzubauen, ist der, sie einfach nicht zu bezahlen. Wie das gehen soll? Nun, in der Geschichte hat sich gezeigt, dass sich diese Methode sehr gut durchführen lässt.
Staaten nehmen zumeist Schulden auf, indem sie so genannte Wertpapiere oder „Renten“ an ihre eigene Bevölkerung zu günstigen Verzinsungen verkaufen. Der Staat ist dann quasi wie eine Bank und bezahlt den Besitzern von solchen Wertpapieren zum Beispiel als Zinsen zweimal im Jahr einen festen Betrag.
Und um diese Schulden nun abzubezahlen, kann der Staat
1.) „den Besitzern von solchen Wertpapieren oder gar allen Wohlhabenden eine einmalige Kapitalabgabe auferlegen. Dies bedeutet so viel wie, dass der Staat die Wertpapiere quasi annulliert. Er bezahlt seine Schulden mit dem Geld was ihm die Besitzer der Wertpapiere bezahlen, er bezahlt sie also quasi mit ihrem eigenen Geld.
2.) Kann der Zinssatz, den der Staat auf seine Schulden zu zahlen hat, durch gesetzgeberische Maßnahmen herabgesetzt werden. Diese Maßnahme wird „Konversion“ oder „Umwandlung“ genannt. Oder anders ausgedrückt, bedeutet Konversion den Umtausch einer Art von Staatspapieren gegen eine andere mit niedrigeren Erträgen.
3.) Können Regierungen die Zahlungen an Besitzer von Staatspapieren einfach vorübergehend einstellen.
4.) Ein unvorhergesehener Anstieg der Inflation kann den realen Wert von Schulden wie von Zinszahlungen verringern, falls die Schulden nicht an einen Index gebunden, respektive in einer Auslandswährung oder in Gold benannt sind.
5.) Der beste, wenngleich schwierigste Weg, Schuldenlasten zu reduzieren, besteht darin, eine Steigerung der realen Wachstumsrate zu erreichen.

Nebenbei erwähnt: Wenn man dies beachtet, sollte man sich wohl in Zukunft zweimal überlegen, ob man wirklich in Wertpapiere vom Staat investieren sollte. Kann ziemlich schnell passieren, dass man dann bald nicht mehr viel von seinem Geld wieder sieht, denn wie wir hier sehen, der Staat macht Schulden, aber zahlt sie im Grunde kaum wirklich wieder zurück. Und was einem zunächst so verrückt vorkommt, er muss seine Schulden scheinbar gar nicht zurückzahlen!

Wo wir wieder bei der anfänglichen Frage wären, warum die deutsche Regierung derzeit so vehement behauptet, dass sie die Staatsschulden abbauen müsste.

Hinzu kommt nun, dass Schulden ja sogar positive Effekte haben. So vertritt Isaak de Pinto den Standpunkt, dass öffentliche Verschuldung das Wachstum fördert, da die Schulden nie zurückgezahlt werden müssen und quasi gar nicht existieren.
Zudem gibt es eine positive Beziehung zwischen der Verschuldung und der Kapitalbildung, denn so wurden Aktien und der Markt für privatwirtschaftliche Wertpapiere durch die Regierung geschaffen.
Und einen sehr wichtigen Punkt bildet auch die Tatsache, dass Verschuldungen den Staat unabhängig(er) von der Wirtschaft machen! Und ein Staat muss unbedingt unabhängig von der Wirtschaft bleiben, denn wenn z.B. das Wachstum in der Wirtschaft zurück geht, es immer mehr Arbeitslosigkeit gibt und somit immer weniger Steuern gezahlt werden, dann braucht der Staat geradezu die Möglichkeit auf Verschuldung auszuweichen, um finanziell unabhängig zu sein und seine Ausgaben eben auf diesem Wege zu finanzieren.
Zudem sind sich Wirtschaftswissenschaftler wie Robert Barro sicher, dass Schulden makroökonomisch betrachtet nicht schlimmer sind als Steuern.

Was aber nun den Zeitpunkt angeht, den die Regierung zur Schuldenminimierung gewählt hat, so ist dieser ausnehmend schlecht. Nun werden in wirtschaftlich schlechten Zeiten die Steuern erhöht, was dazu führen wird, dass die Wirtschaft wohl statt einem Aufschwung eher einen weiteren Abgang erleben wird. Die Regierung will die Arbeitslosigkeit vermindern, aber statt der Wirtschaft auf die Beine zu helfen, reißt die Regierung mit der Erhöhung vor allem der Mehrwertsteuer wohl die Wirtschaft nur noch tiefer ins Loch. Die Menschen werden wohl ihr weniges Geld das sie haben, nur noch mehr zurück halten und somit werden die Firmen noch weniger Geld einnehmen und daher wahrscheinlich noch mehr Arbeitsstellen streichen.
So heißt es denn nämlich in Niall Fergusons Buch, dass durch die Verschuldung der Staat die Steuerlast auf wirtschaftlich bessere Zeiten verschieben kann.
Also sehen wir auch hier wieder, im Grunde ist derzeit Verschuldung die beste Lösung, angesichts der wirtschaftlichen Lage Deutschlands. Und der Staat muss im Grunde unbedingt investieren in den Umbau des Bildungssystems, in mehr Studienplätze, in Kindertagesstätten etc.
Man fasst sich nun also nur noch an den Kopf und fragt sich, was sich die Politiker dabei wohl denken. Sie sollten investieren und das angesichts der derzeitigen Lage wohl am besten durch Neuverschuldung und nicht indem sie das wirtschaftliche Problem noch verstärken, indem sie die Steuern ständig erhöhen.

(Quelle: Niall Ferguson, „Politik ohne Macht. Das fatale Vertrauen in die Wirtschaft“)

Tuesday, November 29, 2005

Können wir eigentlich noch Spaß haben ohne viel Geld ausgeben zu müssen?

Wenn man mal genau hinsieht, bemerkt man wie sich unsere Freizeitaktivitäten über die Jahre (Jahrmillionen) hinweg verändert haben. Haben nicht früher die Steinzeitmenschen ohne großen Aufwand Spaß haben können? Und vor allem ganz ohne Geld ausgeben zu müssen? Ja, sie haben damals vor ihrem Feuer gesessen, musiziert und sich Geschichten erzählt und hatten in der Gemeinschaft, hauptsächlich durch Kommunikation, sehr sehr viel Spaß!! Und das war auch im Mittelalter noch genau so. Erst im Zuge des Kapitalismus vollzog sich diese Entwicklung in unserer Gesellschaft, die dazu führte, dass eben in der Freizeit heutzutage hauptsächlich Dinge getan werden die Geld kosten: ins Kino gehen, Essen oder Trinken gehen, in die Disco, Dart- oder Billiardspielen gehen oder gleich die radikalste Form um seine Freizeit mit Dingen zu gestalten die Geld kosten: shopping.
Es ist irgendwo verrückt! Früher gab es solche neuzeitigen "Vergnügungen" gar nicht, aber die Menschen waren dennoch glücklich oder gar glücklicher?!
Und bedeutet es etwa für einen Menschen heute, dass wenn er nicht genug Geld hat für diese neuzeitigen Vergnügungen, dass er dann heutzutage vom "Spaß haben" komplett ausgeschlossen ist?
Ist es nicht unfair, den Spaß an Geld zu koppeln?
Oder ist denn nicht doch Spaß auch ohne Geld zu haben?
Denn ist nicht z.B. ein tiefgreifendes persönliches Gespräch oder einfaches (kindliches) rumalbern zwischen zwei Menschen viel wertvoller als all der andere gekaufte Spaß?? Eventuell ist es gar so wertvoll und auch spaßiger, eben WEIL man es NICHT kaufen kann?!

Der Kapitalismus scheint uns auch was unseren täglichen Spaß angeht und die Anzahl der glücklichen Momente in unserem Leben, irgendwo ein wenig auf den falschen Weg zu führen. In der Werbung wird immer suggeriert alles wäre käuflich und eben so auch der Spaß und das Glücklichsein im Leben. Und es wird uns weis gemacht, die Dinge die Geld kosten wären die schöneren Freizeitbeschäftigungen. Aber ist dem wirklich so?!

Monday, October 31, 2005

Auswirkung des Boykotts: Strom wird billiger!

Es hat sich also wieder einmal gelohnt zu Kämpfen!!

Der größte deutsche Energiekonzern E.on wird laut Welt Kompakt seine Netznutzungs-Entgelte senken! Dies bedeute Entlastung für neun Millionen Kunden, wobei der Mittelstand wohl am meisten profitiere.
Die Senkung der Nutzungs-Entgelte ist dabei wohl darauf zurück zu führen, dass die Durchleitungsgebühren gesenkt werden müssen: "Verbraucherschützer hatten die Durchleitungsgebühren bislang als zu hoch kritisiert. Wettbewerber hätten so keine Chance, ihren Strom zu akzeptablen Kosten durch das Netz der Energiemarktführer zum Kunden zu leiten."
Des weiteren kündigte E.on Hanse an, ihre Preiskalkulation offenzulegen, was laut des Direktors des deutschen Mieterbundes auf den Protest von mehreren hunderttausend Mietern und Verbrauchern zurück zu führen sei.
Dabei bleibe es aber abzuwarten, "wie weit der Konzern bei der Offenlegung wirklich gehen wolle" so der Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Hamburg.
Daher wollen die Verbraucherschützer den Druck auf die Versorger aufrechterhalten: "Den bisheringen Sammelklagen in Hamburg und Bremen sollen vier weitere gegen verschiedene Unternehmen folgen."

Der Kampf hat sich bereits gelohnt, doch statt sich auf diesem Erfolg auszuruhen, wird hier strikt weiter gekämpft! Ich sehe es mit freudigem Auge, dass sich die Verbraucher hier aufgemacht haben um für ihre Rechte zu kämpfen und sich aber nun mit dem Erreichten noch nicht zu Frieden geben, sondern den Kampf noch weiter führen!!
Das ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie es in Deutschland auch laufen kann... nämlich so, dass die Verbraucher eben nicht alles mit sich machen lassen, sondern sich zur Wehr setzen! Ich hoffe, diesem Kampf werden in Zukunft noch weitere Kämpfe (auch in anderen Gebieten zum Nutzen der Verbaucher und Konsumenten) folgen!

(Quelle: Welt Kompakt)

Friday, October 28, 2005

Pressefreiheit weltweit und der Glaube an Visionen

Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" beklagt die Beschneidung der Pressefreiheit in westlichen Demokratien!
Vor allem sieht die Organisation dabei den Quellenschutz in Gefahr.
Die USA ist bereits aufgrund von Gefährdung des Quellenschutzes um 20 Ränge auf Platz 44 zurück gefallen.
Im Vergleich weltweit liegen laut der Organisation die Länder Nordkorea, Eritrea und Turkmenistan auf den letzten Plätzen. Dort würde die Arbeit von Journalisten am schlimmsten unterdrückt.
Die besten Noten erhielten hingegen nordeuropäische Länder.
Deutschland rangiert derweil auf Platz 18.

Da sehen wir es wieder. Die "Demorkatie" in Amerika ist ein Witz! Platz 44, das ist keine sehr gute Bilanz für das ach so demokratische Amerika!
Freuen können wir uns, dass die besten Noten in Europa vergeben wurden!! Doch Platz 18 für Deutschland ist ganz schön ernüchternd! Da sollte sich Deutschland wohl mal von den Ländern in Nordeuropa eine Scheibe abschneiden!
Die skandinavischen Länder sind ja sowieso in vielem beispielhaft! Dort gibt es weniger Arbeitslosigkeit, die Armut ist allgemein geringer, die Rente viel besser geregelt...
Die Regierung von Deutschland sollte ruhig mal in den Norden gucken und dort auch mal etwas ab-gucken!

Nun ja, man soll ja immer das Positive sehen. Also freuen wir uns darüber, dass es überhaupt so etwas wie Pressefreiheit gibt! Und dann im zweiten Schritt, lasst uns darum kämpfen, dass sie erhalten bleibt! Und im dritten Schritt, lasst uns die bestehende Pressefreiheit weltweit ausweiten und verbessern!

Jetzt kommt sicherlich bei den meisten wieder die Frage auf, "ja wie sollen wir das denn machen?" und der Kommentar "Das bringt doch alles nichts. Wir können es gleich lassen."
Aber hat nicht jede Vision einmal so angefangen, dass jemand eine gute Idee hatte? Und wurden nicht alle Visionen ausschließlich davon getragen, dass man einfach an die Idee glaubte und sich mit der Zeit die Umsetzung automatisch ergab?
Ich denke, die Menschen in der Welt sollten anfangen wieder an Visionen zu glauben.

Thursday, October 20, 2005

Armut in Amerika und Deutschland

Hier sehen wir es mal wieder! Was in Amerika abgeht ist einfach unglaublich!! Das kann einfach nicht als ein erstrebenswertes Ziel angesehen werden!!

Nach den Berechnungen des US Census Bureau stieg 2004 die Zahl derer, die in den USA unterhalb der Armutsgrenze leben, um 1,1 Millionen auf 37 Millionen (!), was einen Bevölkerungsanteil von 12,7 % ausmacht.
Quelle: http://www.census.gov/hhes/www/income/income04/prs05asc.html


Doch leider sieht es bereits bei uns in Deutschland nicht wirklich viel besser aus!!
Die Zahl derer, die in der Bundesrepublik Deutschland unterhalb der Armutsgrenze leben, lag 2001 bei 11 %. Der EU-Durchschnitt liegt sogar leider bei 15%. Doch das zeigt wiederum, dass Deutschland im EU-Vergleich gar nicht so schlecht abschneidet, wie oftmals angenommen.
Doch positiv: Die Zahl der Obdachlosen in Deutschland ist von 1998 bis 2003 von 530.000 auf 310.000 gesunken, von wegen Rot-Grün hätte nicht auch Gutes erreicht.
Quelle: 2. Armut- und Reichtumsbericht der Bundesregierung 2005

Allerdings muss man hinzufügen, es handelt sich um offizielle Statistiken, man weiß nie, wo die Regierungen beschönigt haben (wo wir wieder beim Thema sind, nicht nur Informationen aufnehmen, sondern auch kritisch hinterfragen!!).

Joseph Weizenbaum in Darmstadt

Zufällig hat mir mein Bruder einen Link zukommen lassen, den ich sehr interessant finde.
Joseph Weizenbaum spricht mir nämlich genau aus der Seele. Er bringt auf den Punkt, was ich hier in meinem Blog auch schon die ganze Zeit schreibe.
Joseph Weizenbaum sagte bei einem Vortrag an der TU Darmstadt laut heise.de:

"Mehrmals bezog sich Weizenbaum auf seinen 1972 in Science erschienenen Artikel On
the Impact of the Computer on Society. Man habe damals befürchtet, dass Roboter in
die Fabriken einziehen und die Menschen arbeitslos machen. Auf die heutige Zeit
übertragen beklagte Weizenbaum, dass immer mehr Menschen durch Automaten ersetzt
würden -- sei es beim Fahrkartenverkauf oder in der Bankfiliale. Für die Aktionäre
sei dies gut, nicht aber für die Menschen, denen nun diese Arbeit fehle, und für den
Staat, dem ein Steuerzahler ausfalle. Im Rückblick auf 1972 beklagte Weizenbaum, dass
man damals nicht daran gedacht hätte, auf Automaten Steuern zu erheben.

Der Einsatz von Computern habe Konsequenzen, die oft nicht durchdacht würden. Dabei
geschehen Dinge, die niemand geplant oder gewollte habe. Als Beispiel nannte er die
Zusammenschaltung der Börsenplätze, die seiner Ansicht nach dazu geführt habe, dass die
Börse zum Kasino verkommen sei. Niemand habe geplant, die Anzahl der Börsenplätze zu
vermindern. Dies sei einfach als Konsequenz des Computereinsatzes geschehen. Er
argumentiere auch nicht damit, dass jemand Schuld daran sei. Der Mensch könne eben
vielem widerstehen, nicht jedoch der Versuchung.

Im übrigen beklagte Weizenbaum die Dummheit der Menschen. Alles, was sie wüssten,
wüssten sie aus dem Fernsehen. Da sei es kein Wunder, dass sie sich belügen ließen,
ohne die Aussagen ihrer Regierung zu hinterfragen. Das träfe sowohl auf die Amerikaner
zu, die man bei der Begründung des Irak-Krieges belogen habe, wie auch auf die Deutschen,
die sich hätten erzählen lassen, die Wiedervereinigung wäre kostenlos. Allein der Zugang
zu Informationen sei eben nicht ausreichend. Es käme auch darauf an, sie zu hinterfragen.

Auf die Frage, was denn zu tun sei, hob er auf die Bildung der Menschen ab. Es sei wichtig, die eigene Sprache möglichst gut zu lernen und zu benutzen. Das beginne in der Familie, in der man möglichst viel und intensiv miteinander sprechen müsse. Nicht ohne Stolz erzählte er, dass eine Tochter einst vorgeschlagen habe, den Geschirrspüler nicht mehr zu nutzen und statt dessen
gemeinsam abzuspülen. Die Gesellschaft entwickle eine radikale Einsamkeit: "Man spricht
nicht mehr miteinander." Die unmittelbare Kommunikation zwischen Menschen sei notwendig
und durch nichts zu ersetzen. Und dazu gehöre eine möglichst gute Beherrschung der Sprache.
Sie müsse oberstes Ziel der Ausbildung von Kindern sein."

Ich finde dieser Mann sagt genau das was gesagt werden muss!!
Wer dies nochmal genauer nachlesen möchte, kann dies hier tun:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/65076

Tuesday, October 11, 2005

Boykott gegen Stromkonzerne?!

Endlich regt sich auch was in Deutschland!! Die Verbraucher gehen auch hier endlich auf die Barrikaden und lassen sich nicht mehr alles gefallen!!!!
Angesichts der angekündigten Strompreiserhöhung "fordert der Bund der Energieverbraucher von den Energiekonzernen E.on und RWE eine nachvollziehbare Begründung für die angekündigte Strompreiserhöhung." (Quelle: Welt Kompakt) Des weiteren raten sie den Stromkunden, die erhöhten Forderungen zu verweigern!
"Gemeinsam mit mehreren Verbraucherzentralen hat der Bund der Energieverbraucher bereits einen Zahlungsboykott gegen Gaskonzerne organisiert, dem mehrere zehntausend Kunden folgten und der inzwischen die Gerichte beschäftigt!" (Quelle: Welt Kompakt)

Ich finde das ist schon mal ein sehr guter Anfang und wir sollten uns dem alle anschließen!
Besonders wenn man beachtet, dass RWE bereits in zurückliegenden Jahren die Preise erhöht hat und die jeweiligen Jahresergebnisse gezeigt haben, dass die Gewinne gestiegen sind!

Und auch der Vorwurf, die Ökostrom-Einspeisung sei für die Preiserhöhungen verantwortlich, wurde vom Bundesverband Erneuerabere Energien (BEE) zurück gewiesen.

Dennoch beantragen "nahezu alle regionalen Versorgungstöchter von E.on und RWE zur Zeit Genehmigungen für Preisanhebungen bei den Wirtschaftsministerien der Länder." (Quelle: Welt Kompakt)

Ich hoffe jedenfalls es werden sich noch weitere Stromkunden dazu entschließen dem Einhalt zu gebieten. Warum sollen wir drauf zahlen, wenn es in der Bilanz der Stromanbieter an sich nicht nötig ist dem Kunden noch mehr Geld abzunehmen? Ich gebe nicht mehr Geld für Strom aus und vor allem dann nicht, wenn sich am Ende eh nur ein paar Bosse der Stromkonzerne daran berreichern wollen!!

Merkel ist die erste Bundeskanzlerin Deutschlands

Endlich ist es so weit, Deutschland hat seine erste Bundeskanzlerin!! Jede normale Frau wird sich darüber freuen, im mächtigsten Amt Deutschlands endlich eine Frau zu sehen!!

Doch leider können wir uns nicht endlos freuen, denn ist Merkel überhaupt eine Frau die sich auch verstärkt für uns Frauen einsetzen wird? Leider sieht es da nämlich nicht so gut aus. Klar hat es eine Art Signalwirkung und natürlich kann sie auch als Vorbild für andere Frauen dienen, aber leider hat ihre bisherige Politik gezeigt, dass sie sich eben nicht besonders stark für die Belange der Frauen einsätzt und nicht zuletzt zählt die CDU zu den konservativen Parteien und hat in ihrem Wahlprogramm das Thema Frau völlig vergessen. (Anders übrigens bei SPD und den Grünen, wo das Thema Frau eine eigene Rubrik im Wahlprogramm bildet!)

Oder können wir doch noch die Hoffnung haben, dass Frau Merkel ihre feministische Seite zunächst beiseite gelassen hat und sich in dieser Männerwelt eben wie ein Mann verhalten hat um erst mal so weit zu kommen wie sie nun gekommen ist, aber dass sie nun, wo sie das Amt inne hat ihre feministische Seite zuläßt?

Doch leider ist das einzig positive was Frau Merkel zum Thema Frau in einem Interview mit EMMA sagte, dass sie nicht später zurück blicken und dann lesen möchte, dass sie selbst Karriere gemacht hat, aber dabei nichts für andere Frauen getan habe.

Nun, uns bleibt nur, uns darüber zu freuen, dass nun eine Frau die Bundeskanzlerin ist und weiter zu hoffen, dass sich die Politik dann doch verstärkt zu Gunsten der Frauen entwickelt...